Behandlungen - Jetzt legen wir los!
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Wir machen Eltern!
Die Wahl der Behandlung richtet sich nach den Ursachen, die wir bei Ihnen gefunden haben. Dabei laufen aber auch die jeweiligen Behandlungen bei jedem Paar ganz individuell ab. So läuft z.B. eine In-Vitro-Fertilisation bei keinem Paar ganz genauso ab, wie bei einem anderen Paar. Es gibt sowohl in der Diagnostik als auch in der Behandlung immer individuelle Unterschiede zwischen den Paaren. Das Zyklustiming oder „Verkehr zum Optimum“, VZO: Wie schon in der Überschrift erkennbar, geht es darum, den optimalen Zeitpunkt für die Befruchtung zu finden bzw. herbeizuführen. Wenn es bei Ihnen nicht spontan zur zur Follikelreifung (Follikel = Eibläschen) kommt, unterstützen wir das Follikelwachstum ab dem 2. Zyklustag mit einer leichten hormonellen Stimulation. Das ist meistens auch mit Tabletten möglich. Am 10.-12. Zyklustag kontrollieren wir mit einer vaginalen Ultraschalluntersuchung das Follikelwachstum. Wenn der Follikel auf eine optimale Größe herangewachsen ist, wird mit einer kleinen Injektion der Eisprung ausgelöst. Der Geschlechtsverkehr sollte dann innerhalb der  nächsten 12 Stunden stattfinden. Indikation: gestörter oder fehlender Zyklus, z.B. PCO-Syndrom Voraussetzung: normaler Spermiogrammbefund, eine nicht eingeschränkte Eileiterfunktion keine höhergradige Endometriose Die intrauterine Insemination(IUI), Einspülung von Spermien in die Gebärmutterhöhle: Ziel dieser Behandlung ist es, die Spermien des Partners, in speziellen Fällen auch die eines Spenders, möglichst genau zum Zeitpunkt des Eisprungs mittels eines feinen Katheters in die Gebärmutterhöhle zu injizieren. Der Zeitpunkt des Eisprung wird auch hier durch eine leichte hormonelle Stimulation und anschließender Auslösung des Eisprungs herbeigeführt. Etwa 32 Stunden nach der „Auslösespritze“ gibt der Mann seine Spermien in den dafür vorgesehenen Räumlichkeiten des Kinderwunschzentrum Magdeburg ab. Nach 1,5 -2 Stunden erfolgt dann die nicht schmerzhafte Insemination der aufbereiteten und konzentrierten Spermienprobe. Nach 3 Wochen kann der Schwangerschaftstest zeigen, ob die Behandlung erfolgreich war. Indikation: geringgradig eingeschränktes Spermiogramm, erfolglose Versuche einer hormonellen Stimulation mit VZO Voraussetzung: eine nicht eingeschränkte Eileiterfunktion, keine höhergradige Endometriose Die In-Vitro-Fertilisation (IVF) ohne und mit Mikroinjektion (ICSI) von einzelnen Spermien in die Eizelle: Bei der außenkörperlichen Befruchtung besteht das Ziel der hormonellen Stimulation darin, in beiden Ovarien mehrere Follikel reifen zu lassen. Mit der Stimulation beginnen wir am 2.-3. Zyklustag. Wenn nach 8-10 Tagen 4-5 Follikel pro Eierstock zu einer optimalen Größe herangewachsen sind, lösen Sie mit einer kleinen Injektion in die Bauchdecke um 21.30 den Eisprung aus. Die Eizellen gewinnen wir durch eine Punktion der Follikel. Dies erfolgt über die Scheide und unter Ultraschallsicht und selbstverständlich in Narkose. An diesem Tag gibt der Partner seine Spermien ab  und es wird am gleichen Tag die Befruchtung per IVF oder ICSI durchgeführt. Der entscheidende Unterschied zwischen IVF und ICSI besteht darin, wie die Befruchtung erfolgt. Während bei der IVF die aufbereiteten Spermien zu den ebenfalls aufbereiteten Eizellen gegeben werden, injiziert man bei der ICSI jeweils ein Spermium in eine Eizelle. Nachdem sich die Eizellen befruchten ließen, entwickeln sich im Normalfall daraus Embryonen. Dann erfolgt der Embryotransfer ET (das Einsetzen der Embryonen in die Gebärmutterhöhle) zwischen dem 2. bis 5.Tag nach der Punktion mittels eines speziellen Kathetersystems. Der ET erfolgt schmerzlos und erfordert keine Narkose. Vierzehn Tage nach dem Transfer führen wir morgens einen Schwangerschaftstest per Blutentnahme bei Ihnen durch. Schon am Nachmittag können wir Ihnen dann telefonisch Ihr Ergebnis mitteilen. Indikation IVF: gestörte Funktion der Eileiter, verschlossene Eileiter, höhergradige Endometriose, höhergradige Einschränkung der Spermienqualität Indikation ICSI: hochgradige Einschränkung der Spermienqualität, ausgebliebene Befruchtung bei  der IVF
Wenn es dann geklappt hat ! Bei positivem Befund sehen wir uns nach 14 Tagen zur Ultraschallkontrolle wieder. Sehen wir dann eine intakte Schwangerschaft kann Ihr behandelnder Frauenarzt die Schwangerschaftsvorsorge übernehmen. Es hat leider noch nicht beim ersten Versuch geklappt! In diesem Fall werden alle Hormone abgesetzt und die Blutung abgewartet. An dieser Stelle fragt sich dann jedes Paar: Warum? Obwohl 1 oder 2 schöne Embryonen eingesetzt wurden, alle Medikamente ordnungsgemäß eingenommen wurden, man doch alles richtig gemacht hat, ist am Ende doch keine Schwangerschaft eingetreten. Das macht traurig und enttäuscht, man will das nicht verstehen. Aber bei einer (sehr guten) Schwangerschaftsrate von 40% kann es nicht immer gleich beim ersten mal klappen. Hier wird auch viel von den natürlichen Bedingungen entschieden. Ab dem Transfer haben wir keinen Einfluss mehr darauf, was mit dem kleinen Zellhäufchen, welches sich nun schon Embryo nennt, passiert. Wir raten Ihnen in diesem Fall relativ zeitnah den nächsten Versuch zu beginnen, da mit jedem Versuch die Schwangerschaftschance steigt. Siehe Diagramm:
Risiken/Nebenwirkungen der Behandlung: Hormonelle Stimulation Die Stimulation der Eierstöcke zum Follikelwachstum erfolgt mit dem folikelstimulierenden Hormon FSH. Dieses Hormon wird auch in unserem Körper synthetisiert und von der Hirnanhangsdrüse an die Eierstöcke gesendet, um einen Follikel pro Monat reifen zu lassen. Diese Stimulation wird von den Patienten sehr gut vertragen. Nur sehr selten wird uns von leichten Kopfschmerzen berichtet. Ein heute nicht mehr so häufig zu beobachtendes Risiko ist die Überstimulation der Eierstöcke, auch OHSS (ovarian hyperstimulation syndrome) genannt. Bei der hormonellen Stimulation für die IVF/ICSI wird bewußt eine Überstimulation der Eierstöcke angestrebt, um dann aus mehreren gewonnenen Eizellen eine bessere Auswahl treffen zu können. Beim OHSS kommt es aber zu einer übermäßig starken Reaktion mit einer übermäßigen Größenzunahme der Eierstöcke und einer starken Wasseransammlung in der Bauchhöhle. Diese Reaktion führt zu Leibschmerzen und Unwohlsein der Patientin und muss gegebenenfalls unter stationären Bedingungen mit Infusionen und einer Thromboseprophylaxe behandelt werden. Vorbeugend wird die Dosierung auf die Bedingungen der Patientin abgestimmt, so dass es heute nur selten und eher geringer ausgeprägt zu dieser Überstimulation kommen kann. Entnahme der Eizellen Die Eizellenentnahme stellt einen kleinen Eingriff dar und wird in einer etwa 10-minütigen Vollnarkose durchgeführt. Für die Frau ist dieser Eingriff schmerzfrei und kaum belastend.Dennoch können Verletzungen von Gefäßen, Blase oder Darm nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der sehr feinen Nadeln bleiben diese Verletzungen aber fast immer ohne Auswirkungen. In extrem seltenen Fällen kann es zu einer sehr winzigen Blutung in der Bauchhöhle kommen, die von selbst zum Stehen kommt. Zurück bleibt dann eine kleine Blutmenge, aus der sich durch Gerinnungsvorgänge ein kleiner Klumpen bildet. Dieser wird dann langsam aber sicher vom Körper abgebaut. Da bei der Punktion durch die Scheidewand gestochen wird, kann es nach der Punktion auch mal aus der Scheidewand bluten. Aber auch das kommt extrem selten vor und auch sehr selten müssen blutstillende Maßnahmen eingeleitet werden. Transfer/Mehrlingsrisiko Der Transfer wird ohne Narkose durchgeführt und ist schmerzfrei. In sehr seltenen Fällen kann es aufgrund ungünstiger anatomischer Gegebenheiten beim Einführen des Katheters etwas unangenehm sein. Um das Risiko für Mehrlingsschwangerschaften möglichst gering zu halten, empfehlen wir, nur einen Embryo in die Gebärmutterhöhle einsetzen zu lassen. Auch die Psyche leidet Wenn man erstmal feststellen muss, dass es ausgerechnet in der eigenen Partnerschaft nicht ohne medizinische Hilfe mit dem Kinderwunsch klappt, muss man das zunächst  realisieren und verarbeiten. Es ist auch sicher keine leichte Entscheidung, darüber mit dritten zu sprechen und sich einem Arzt anzuvertrauen. Da sich dieses Problem aber meist nicht mit der Zeit von allein löst und die biologische Uhr schon etwas lauter tickt, sollte man sich nicht scheuen, mit dem Frauenarzt darüber zu sprechen und sich zeitnah in ein Kinderwunschzentrum überweisen zu lassen. Schon nach einem ersten Gespräch mit uns sind die Paare oft erleichtert, weil sie erfahren haben, dass und wie wir helfen können. Natürlich hofft jedes Paar, dass die Ursachen schon nicht so schlimm sind und es mit ein wenig Hilfe recht schnell klappt. Das ist auch oft so. Nicht immer ist gleich eine künstliche Befruchtung notwendig, um eine Schwangerschaft herbei zu führen. Aber nicht immer führen diese „Soft-Methoden“ zum Erfolg und es geht doch weiter, eine Stufe höher auf der Leiter der Behandlungsmethoden. Und das sollte es dann auch und zwar nicht erst nach unendlich vielen frustranen Versuchen.   Ganz schwierig für beide Seiten ist es immer dann, wenn schon im ersten oder Zweiten Gespräch über IVF oder ICSI gesprochen werden muss. Dann sollten Sie aber daran denken, dass erst mit dieser Behandlung die Chance auf eine Schwangerschaft für Sie gegeben ist und nun mit der Erfüllung Ihres Kinderwunsches begonnen werden kann.
Wichtig
Leben Sie während der Behandlung möglichst Ihr normales Leben weiter
wenn Sie mal eine kleine Pause brauchen, nehmen Sie sich diese, das wirkt manchmal Wunder
Wir treffen alle Entscheidungen nach ausreichender Beratung gemeinsam mit Ihnen!
Legen Sie die Brech- stange getrost zur Seite, wir arbeiten zügig, aber auch mit der notwendigen Ruhe an Ihrem Kinderwunsch
vernachlässigen Sie nicht Ihre Partnerschaft, sie leidet nicht selten unter dem Auf und Ab der Gefühle während  der Behandlung
Quelle Merck Serono
       unsere Sprechzeiten Montag - Donnerstag   08:00 - 13:00 Uhr Montag / Mittwoch 14:00 - 18:00 Uhr Dienstag / Donnerstag 15:00 - 19:00 Uhr Freitag 08:00 - 14:00 Uhr